Besonders nachts suchte Claudia Gonzales den Kontakt und das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen, die in Baumkronen und am Friedhof Schutz suchten. Durch die Organisation von sportlichen Aktivitäten, Gesprächen und kleinen Mahlzeiten baute sie Vertrauen auf. Erste Freundschaften entwickeln sich. Dann der erste Meilenstein:
Dezember 2017
1995
1995 stellt die Stadt La Paz ein Haus gratis für die Dauer von 10 Jahren zur Verfügung. Räume werden adaptiert: 2 Schlafzimmer, Küche, Bad, WC und Duschen.
1995 ist auch das Jahr, in dem der oberösterreichische ORF-Moderator Walter Witzany und seine bolivianische Ehefrau, die Konsulin von Bolivien, Cecilia Baldivieso de Witzany erste Kontakte zu ALALAY knüpfen.
Ein verregnetes Musik-Openair in Grünau im Almtal, das Georg Danter organsiert und Walter Witzany moderiert, legt den Grundstein in Österreich. Der Veranstalter spendet 7.000 Schilling mit dem Vermerk „Walter, mach damit was für Kinder in Südamerika“. Weitere Spendenaktionen laufen an.
1996
1996 wird im Haus Calle Jimenez mit österreichischem Spendengeld eine Tischlerei gebaut. Hier können ehemalige Kinder der Straße eine Berufsausbildung absolvieren.
1997
1997 werden Näh- und Strickmaschinen gekauft, um auch für Mädchen die Berufsaussichten zu verbessern. Zudem stellen drei Norweger 10.000 m² Baugrund am südlichen Stadtrand von La Paz zum Bau eines Kinderdorfes zur Verfügung.
Mit Spenden aus Bolivien und Österreich wird mit dem Bau begonnen. Als Architektin entwirft und plant Claudia Gonzales Moreno sowohl das Kinderdorf als auch sämtliche darin befindlichen Häuser.
Weitere Werkstätten werden eingerichtet, eine Bäckereiausrüstung und weitere 20 Betten werden gekauft.
In Österreich schließt sich Brigitte Hartl dem Ehepaar Witzany an und beginnt mit dem Aufbau des Patenschaftsmodells.
1998
1998 wird das Kinderdorf La Paz-Huajchilla fertiggestellt und von Straßenkindern bezogen.
1999
1999 werden weitere Werkstätten gebaut (Schneiderei und Strickerei).
2000
2000 werden zwei weitere Häuser fertig, eines davon nur für Mädchen. 16 Kinder ziehen noch vor Weihnachten 2000 ein. Eine kleine Bibliothek wird eingerichtet, ein Garten für Gemüse und Kartoffeln angelegt. Mit Spendengeldern kauft und installiert man eine Computeranlage.
Lehrkräfte für die Berufsausbildung werden mit Spendengeldern der O.Ö. Landesregierung engagiert.
2001
2001 wird in El Alto ein weiteres Haus für Kinder auf der Straße adaptiert. Die Betreuung von etwa 30 Kindern im Haus und ca. 70 Kinder auf der Straße ist so gesichert.
2002
2002 erfolgte der Spatenstich eines weiteren Hauses im Kinderdorf in La Paz. Die Finanzierung erfolgte aus dem Erlös von zwei Bücherflohmärkten, diversen flohmarktintegrierten Aktivitäten und attraktiven Spenden aus der Linzer Wirtschaft und Politik. 24 Kinder ziehen im Juni 2003 ein, im August tauft eine Linzer Reisegruppe das Haus auf den Namen „HAUS LINZ/Austria-CASA LINZ“.
2007
2007: Das Haus „Marcelina“, das für Mädchen der 2. und 4. Etappe im Zentrum von La Paz bestimmt ist, wird im Frühjahr eröffnet. Die Finanzierung erfolgt durch zwei oberösterreichische Familien.
2003
20 Computer, ein Geschenk des Landes OÖ. werden im August 2003 von DHL gratis nach La Paz geflogen und an die Kinderdörfer La Paz und Santa Cruz weitergeleitet.
Eine Wäscherei mit Waschmaschinen für das Kinderdorf in La Paz wird eingerichtet und 1000 m² Grund zur Erweiterung des Kinderdorfes werden angekauft.

